Bindung ist eine Wechselbeziehung zwischen zwei und mehr Partnern. Während die einen Menschen süchtig nach Sex, nach kurzfristigen Verhältnissen sind, sich anklammern und dies unabhängig von Geschlecht, sozialem Status und Bildungsniveau ist, haben andere Menschen Angst vor der partnerschaftlichen Beziehung, der intensiven Lebensgemeinschaft, vor der Ehe. Bindungen sind ein wichtiger Faktor im Leben des Menschen.
Bindungen haben unterschiedliche Formen und Ausprägungen. Es gibt Bindungen zu
den Eltern, den Geschwistern, Verwandten und Freunden. Es gibt
Bindungen zum sozialen Umfeld. "Beziehungsangst" heißt dieses Problem. Diesen Menschen gelingt es nicht, Nähe zu Anderen herzustellen, und sie leiden oft darunter, sich
selbst nahe zu sein. Beziehungsängstliche Menschen wollen durchaus
eine Beziehung, führen aber gleichzeitig mit dieser irreführenden
Äußerung des Wollens die Umgebung heftig in Mitleidenschaft. Zusammenziehen, eine gemeinsame Zukunft wird u. U. sehr schnell angesprochen und kurz vorher bricht alles total zusammen. Es geht soweit, dass der Kontakt von heute auf morgen eingestellt wird. Der andere steht völlig im Dunklen und weiß nicht wie ihm geschieht. Fängt an die Schuld bei sich zu suchen, macht sich Gedanken, dreht am Rad.
Woran erkennt man diese Beziehungsunfähigkeit?:
- die Bereitschaft ganz schnell den Traumpartner zu finden
- die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen
- die sofortige Bereitschaft die Bedürfnisse des Anderen zu befriedigen,
- die ganze Lebensgeschichte mitzuteilen
- im Hochgefühl für den Anderen den Alltag stehen und liegen zu lassen
- den Anderen zu benutzen, um dem eigenen Leben zu entfliehen
- die eigenen Grenzen zu verlieren
- durch die Beziehung unendliches Leid zu ertragen
Wodurch kann eine Unfähigkeit in Bezug zu kommen entstehen?:
- häufiges Umziehen als Kind und die daraus resultierende Verlustangst von geschlossenen Freundschaften
- unter der extrem destruktiven Ehe der Eltern gelitten zu haben
- nur mit einem Elternteil aufgewachsen zu sein, ohne die Gleichwertigkeit einer Partnerschaft kennen gelernt zu haben
- Mißbrauch
Was ist eine Beziehungsfähigkeit?:
- Fähigkeit mit der Entwicklung einer Beziehung zu warten und zu wachsen
- eigene Bedürfnisse zu erkennen, zu kommunizieren und umzusetzen
- Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, die Verantwortung des Partners bei ihm zu belassen
- Risiken auf sich zunehmen
- Grenzen zu stecken und die des Anderen zu akzeptieren
- Gleichwertigkeit-, berechtigung der Partner zu respektieren
- den Partner wichtig zu nehmen, aber ihn nicht zu "bemuttern"
Die, die unter einer Beziehungsunfähigkeit leiden, trennen sich ständig innerhalb der Zweisamkeit, verschieben die Schuld auf den Anderen, weil man mit ihm sich nicht entwickeln kann, weil gemeinsame Ziele/Aktivitäten fehlen, weil die Priorität des Job´s nicht akzeptiert wird...
Was heilt diese Beziehungsunfähigkeit? Das Erkennen, dass eine solche besteht, dass darüber sprechen und sich eingestehen, kann schon ein Schritt sein, sich gemeinsam anzunähern. Wege zu finden, wie man miteinander leben kann, ohne sich zu bedrängen. In schlimmsten Fällen ist sicherlich Hilfe von Aussen erforderlich. Manche gehen zu Therapeuten und finden dort in unendlichen Gesprächen eine Stabilität und eine Neuorientierung innerhalb der neu entstehenden Beziehungsmustern. Mit der Matrix-Transformation und einigen systemischen Ansätzen kann man im energetischen Prozess viel schnellere Lösungsprozesse initiieren, um dann in eine ausgewogene, sich entwickelnde Partnerschaft einsteigen zu können.
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